Mühlen im Amt Mengede und der Umgebung

Mühlen im Amt Mengede und der Umgebung

Otto Schmidt, Heimatverein Bodelschwingh-Westerfilde (e. V.)

Vorbemerkung

Der Heimatverein Mengede e. V., Gruppe Bodelschwingh Westerfilde trifft sich jeden zweiten Dienstag im Monat. Bei diesen Treffen werden Termine abgesprochen, zeitnahe Themen diskutiert und auch Vorträge über die Vergangenheit der Ortsteile Bodelschwingh, Mengede, Deininghausen und Westerfilde gehört. So habe ich im Januar 2013 bei unserem Treffen über die Mühlen in Bodelschwingh in der Kochwerkstatt Hürster und über die Mühlen in Mengede und Umgebung in der Heimatstube berichtet. Der Zuspruch der Mitglieder des Heimatvereins und die anschließenden lebhaften Diskussionen legten den Gedanken nahe, beide Vorträge in einer Niederschrift zusammen zu fassen und mit entsprechendem Bildmaterial zu versehen. In der Vorbereitung zu diesen Vorträgen habe ich keine eigenen neue Erkenntnisse gewonnen, wohl aber „Vorhandenes“ zusammengetragen, geordnet und in eine persönliche Sicht gestellt. Danken möchte ich den Vereinsmitgliedern Franz Veuhoff und Paul Gausepohl für die Unterstützung dieser Vorträge durch Quellenmaterial in Bild und Schrift.

Otto Schmidt, 19.01.2013

Vortrag über die Mühlen in Mengede und Umgebung am 10. März 2020

Ergänzung

Seit Dienstag, dem 24. März 2019 ist die Gruppe Bodelschwingh und Westerfilde im Heimatverein Mengede e. V. ein selbstständiger Verein, und zwar der Heimatverein Bodelschwingh und Westerfilde e. V.. Auf der Suche nach geeigneten Themen für unsere Monatsveranstaltung fiel mir die Geschichte der Mühlen ein. Über die Mühlen in Bodelschwingh hatte ich den Mitgliedern aus Bodelschwingh und Westerfilde schon erzählt, über die Mühlen in Mengede aber noch nichts vorgetragen. Nach fast sieben Jahren hat sich unser Mitgliederkreis auch stark verändert. So habe ich den Vortrag über die Mühlen in Bodelschwingh im vergangenen Jahr im Oktober wiederholt und in diesem Jahr im März über die Mühlen in Mengede und der Umgebung vorgetragen. Seit dem ersten Vortrag sind auch einige Änderungen und Korrekturen im Text berücksichtigt worden.

Dabei war mir unser Heimatfreund KarlHeinz(Charly) Bohnmann(+) eine wesentliche und freundliche Hilfe. Ihm sei auch an dieser Stelle für seine offene direkte und freundliche Art über den Tod hinaus ganz herzlich gedankt.

Der Vortrag über die Mühlen am 10. März 2020 stand schon unter dem Druck des Corona-Virus. Für alle, die an diesem Abend gern gekommen wären und alle, die sich über unsere Orts- und Bezirksgeschichte informieren wollen, veröffentlichen wir die Geschichte der Mühlen in unserem Stadtbezirk auf unserer Internetseite.

Otto Schmidt, 27.3.2020

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Hamstern nach dem 2. Weltkrieg

Bodelschwingher und Westerfilder Bürger*innen hamstern nach dem Zweiten Weltkrieg

Der Autor Otto Schmidt
Autor: Otto Schmidt

Vorbemerkung
Wie kam es zu dieser Aufschreibung?

Auslöser war eine eher witzige Anmerkung in unserem Heimatverein, was man denn bei der diesjährigen Bilderausstellung in Zeiten der Corona-Pandemie zeigen könne. Der Titel der Ausstellung sollte sein:

Bodelschwingher und Westerfilder Bürger*innen hamstern nach dem Zweiten Weltkrieg.

Bei diesem Titel wirkte bei mir sicher die Verblüffung über irrationales menschliches Verhalten mit.

Thilo Parg / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)
Foto: Thilo Parg / CC BY-SA

So dachte ich an:
– Leergefegte Regale für Toiletten- und Hygiene-Papier im Supermarkt,
– Gemeldete Diebstähle von Desinfektionsmitteln im öffentlichen Raum,
– Nachfrage nach Elends-Literatur (Pest und Cholera)

Kurzum: Der Vorschlag löste bei mir ein leichtes Entsetzen aus.

Außerdem: Bilder und Texte zu „Hamstern im und nach dem Zweiten Weltkrieg“ gibt es nicht in unserem Archiv.

Trotzdem hatte das Ganze auch etwas positives. Schon vor Jahren hatte ich mir, gemäß unserem heutigen Leitspruch „Geschichte bewahren und Gemeinschaft fördern“ vorgenommen, die Geschichten aus der Hamsterzeit aus der Familie meiner Frau und mir aufzuschreiben und damit möglicherweise vor dem Vergessen zu bewahren. Wie es dann so kam: In der Vergangenheit gab es immer etwas wichtigeres zu tun. Lustig ist das Thema auch nicht unbedingt. „Hamstern nach dem 2. Weltkrieg“ weiterlesen

Die Gedenktafel ist gerettet!

Die Gedenktafel ist am neuen Standort angekommen

Wir berichteten im Dezember vergangenen Jahres über eine „Ehrentafel“ , (von nun an nur noch Gedenktafel genannt) für deren Erhalt wir uns als Heimatverein Bodelschwingh und Westerfilde e.V. eingesetzt hatten. Heute können wir die freudige Botschaft übermitteln, dass die Rettung erfolgreich abgeschlossen ist.

Gedenktafel zurück auf Zeche Westhausen 01
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Die Gedenktafel befindet sich jetzt wieder auf der ehem. Zeche Westhausen, ganz in der Nähe ihres ursprünglichen Standortes. Im Auftrag der „Städtischen Immobilienwirtschaft“ war die Tafel aus dem Schulgebäude ausgebaut und im Museum in der Fördermaschinenhalle wieder fachmännisch aufgestellt worden.

Am 3. März 2020 erfolgte auf Einladung der Pressestelle der Stadt die offizielle Vorstellung der Gedemktafel am neuen Standort. Zu den Vertretern der Presse und den anwesenden Gästen sprachen der Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch, der Leiter der Städt. Immobilienwirtschaft, Herr Andreas Grosse-Holz und Gerd Obermeit als Vorsitzender des Heimatverein Bodelschwingh und Westerfilde e.V..

Besonderer Dank ging an die Städtische Immobilienwirtschaft für die schnelle und unbürokratische Durchführung der Gedenktafel-Umsetzung. Dank aber auch an alle anderen, die unterstützend dazu beigetragen haben. Ganz herzlicher Dank ging natürlich auch an Klaus Völkmann, der als Eigentümer des Gebäudes den Umsetzungsplan erst möglich gemacht hatte.

Aber warum war uns die Erhaltung der Gedenktafel eigentlich so wichtig? „Die Gedenktafel ist gerettet!“ weiterlesen

Ehrentafel bleibt erhalten!

Aus den Ruhr Nachrichten vom 24. Dezember 2019 erfahren wir, dass die Verantwortlichen der Stadtverwaltung sich für den Erhalt der Ehrentafel  entschieden haben. Ein Steinmetz soll mit dem fachgerechten Ausbau aus dem zum Abbruch bestimmten Schulgebäude beauftragt werden. Wenn ein neuer Standort rechtzeitig gefunden wird, dann wird die Ehrentafel dort direkt anschließend eingebaut. Andernfalls erfolgt eine Zwischenlagerung im Gewahrsam der Stadt. „Ehrentafel bleibt erhalten!“ weiterlesen

Ehrentafel soll erhalten bleiben!

Herr Christian Pätzold, Schulleiter der Reinoldi-Sekundarschule, kam vor einigen Monaten auf unseren Heimatverein zu, um über eine Ehrentafel zu berichten, für die sich offenbar niemand mehr zu interessieren schien. Der Abriss der alten Hauptschule Westerfilde im Odemsloh war beschlossene Sache. Darin befindet sich im Flur auf der ersten Etage eine in die Wand einzementierte Ehrentafel aus Bruchstücken. Es geht um das Gedenken an im ersten Weltkrieg 1914-1918 gefallene Bergleute der Zeche Westhausen. Irgendwann hatte diese Tafel ihren Platz dort in der Schule gefunden.

„Ehrentafel soll erhalten bleiben!“ weiterlesen

Tage=Buch der Pauline Strotmann (2)

Lieber Leser, liebe Leserin,
hier folgt nun der zweite und letzte Teil der Aufschreibung aus dem Tage=Buch von Pauline Strotmann, übertragen aus der deutschen Kurrent- in die lateinische Schrift. Ich hoffe, er findet Ihr Interesse und gibt Ihnen einen kleinen Einblick in den Schulalltag der Pauline Strotmann, der gerade einmal gut 100 Jahre zurück liegt.
Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen Otto Schmidt „Tage=Buch der Pauline Strotmann (2)“ weiterlesen

Tage=Buch der Pauline Strotmann

Auszug aus dem Tage=Buch von Pauline Strotmann, übertragen aus der deutschen Kurrent-Schrift in die lateinische Schrift und ergänzt durch zeitgenössische Beschreibungen und Zeichnungen.

Bei dem Tagebuch handelt es sich um ein Schreib- und Übungsbuch, das unserem Heimatverein gespendet wurde. Auf der ersten Seite ist das Kaiserpaar Wilhelm (II) und Victoria abgebildet. Das Buch gehörte Pauline Strotmann. In dem Buch ist ihr Geburtsdatum vermerkt: 4. Januar 1896. „Tage=Buch der Pauline Strotmann“ weiterlesen

Heimatkunde

Der Menüpunkt „Geschichtliches“ ist bestimmt für Beiträge zur Ortsgeschichte von Bodelschwingh und Westerfilde. Der erste Beitrag ist gleich ein ganz besonderer. Unser Vorstandsmitglied Hans-Joachim Schroeter stellte uns einen Auszug aus seinem Heimatkundeheft zur Verfügung. Die darin enthaltenen Texte zur Ortsgeschichte entstanden, als der kleine „Hansi“ im zweiten Schuljahr auf der Freigrafenschule war. Sein Heimatkundelehrer zu Beginn der 60er Jahre war Lehrer Karl Rüsing.

Text: Gerd Obermeit
Bilder: Hans-Joachim Schroeter