Die Bede (Pacht) und deren Ablösung (5)

von Friedrich Schopohl

Einleitung 

von OttoSchmidt

Um das Jahr 1850 wurde in Bodelschwingh das alte Feudalsystem mit der Bauernbefreiung in Preußen aufgelöst. Bis dahin konnte ein Dorfbewohner kein Eigentum an Grund und Boden erwerben, der gehörte dem Grundherren. Er hatte nur die Möglichkeit, das Land, auf dem das Hofgebäude aufstand und den Acker, auf dem er die Frucht anbaute, zu pachten. Die Pacht (Bede) war jährlich und direkt an den Grundbesitzer zu zahlen. Der Pachtvertrag  war nicht vererb- oder übertragbar. Sollte nach dem Tod eines Pächters die Hofstelle von einem Sohn der Familie weiter bewirtschaftet werden, musste das Pachtrecht mit der Zahlung eines Gewinns neu erworben werden. „Die Bede (Pacht) und deren Ablösung (5)“ weiterlesen

Was man sich in Bodelschwingh erzählt (4)

 

Was man sich in Bodelschwingh noch aus der Zeit vor 100 Jahren erzählt. In:

Heimatblätter für Castrop und Umgegend, August 1924, von Rektor Schopohl Bodelschwingh

Als Napoleon einst durch Westfalen kam, ließ er sich überall die Beamten vorstellen. So stand auch eines Tages der Herr von Bodelschwingh als Maire von Castrop vor seinem neuen Herrn. Napoleon blickte ihn scharf an und sagte nur das eine Wort: „Prusse!“ Der Baron entgegnete: „Majestät, dem Fürsten, dem ich untertan, dem war ich stets auch zugetan!“. „Was man sich in Bodelschwingh erzählt (4)“ weiterlesen

Die Befreiung der Bauern (3)

von der Leibeigenschaft

Friedrich Schopohl

von Friedrich Schopohl

Wirtschaftliche und politische Zustände welche im Laufe von Jahrhunderten entstanden und gefestigt sind, lassen sich nicht im Handumdrehen ändern. Der erste große Versuch, Erbuntertänigkeit und Leibeigenschaft abzuschütteln, fand seinen gewaltsamen Ausbruch und sein furchtbares Ende im sog. Bauernkriege. „Die Befreiung der Bauern (3)“ weiterlesen

Erinnerungen an das Kriegsende (16)

Erinnerungen von Helmut Hartung

Erinnerungen von Helmut Hartung, (*1929) Bodelschwingher Straße, Alte Kolonie , aufgeschrieben von Otto Schmidt im Februar 2009.

Am Ende des Krieges war ich 16 Jahre alt.

1938 stand an der Straße Rohdesdiek, zwischen der katholischen Kirche und der heutigen Grundstücksgrenze zur Maschinenfabrik Völkmann, ein Barackenlager. „Erinnerungen an das Kriegsende (16)“ weiterlesen

Gestrenge Schloßherrin sorgt für Ordnung (2),

abgeschrieben von Adolf Esser.

Adolf Esser (1872*- 1970+),
Lehrer und Rektor an der
evangelischen Schule in
Bodelschwingh

Zwei Verordnungen gegen das Trinken.

ln dem Festbuch zum 25 jährigen Jubelfest des Krieger- und Landwehrvereins Bodelschwingh am 7. und 8. Juli 1894 (also am Kirmestag) stellt ein ungenannter Mitarbeiter Betrachtungen über den Namen ,,Bodelschwingh“ an und kommt zu folgendem Ergebnis:

— B o d e l ist gleichbedeutend mit B u d e l oder B u d d e l; Bodelschwingh ist also eines der ersten Dörfer, wo man weinselig die Buddel geschwungen hat.“

„Gestrenge Schloßherrin sorgt für Ordnung (2),“ weiterlesen

Vom Bodelschwingher Schützenfest (1)

Einleitung

Otto Schmidt

In den nächsten Wochen, ab dem Wochenende (4. bis 6. Juli) der leider ausfallenden Bodelschwingher Kirmes werden wir wie angekündigt, im Wochenabstand zehn Beiträge auf unsere Internet-Seite einstellen, die Sie/Ihr auf der Startseite unter „Neueste Beiträge“ oder der Rubrik „Geschichtliches, Dies und Das“ finden könnt. Für Geschichtsinteressierte werfen wir dieses Mal den Anker bis auf den Anfang des 19. Jahrhunderts.

„Vom Bodelschwingher Schützenfest (1)“ weiterlesen

Erinnerungen an das Kriegsende (15)

Erinnerungen von Anni Kozianka

Erinnerungen von Anni Kozianka (*1925), Bermesdicker Straße, aufgeschrieben von Annemarie Heinrichs im Oktober 2008.

Als die Amerikaner kamen

Die Panzer waren wohl schon von West nach Ost durch Bodelschwingh gefahren, als sich vom Wachteloh kommend, amerikanische Soldaten,  durch Nebel getarnt, in Richtung derZeche Westhausen, auf der Bodelschwingher Straße auf die „Kohlen-Wäsche“ zu bewegten. „Erinnerungen an das Kriegsende (15)“ weiterlesen