Erinnerungen an das Kriegsende (16)

Erinnerungen von Helmut Hartung

Erinnerungen von Helmut Hartung, (*1929) Bodelschwingher Straße, Alte Kolonie , aufgeschrieben von Otto Schmidt im Februar 2009.

Am Ende des Krieges war ich 16 Jahre alt.

1938 stand an der Straße Rohdesdiek, zwischen der katholischen Kirche und der heutigen Grundstücksgrenze zur Maschinenfabrik Völkmann, ein Barackenlager. „Erinnerungen an das Kriegsende (16)“ weiterlesen

Erinnerungen an das Kriegsende (15)

Erinnerungen von Anni Kozianka

Erinnerungen von Anni Kozianka (*1925), Bermesdicker Straße, aufgeschrieben von Annemarie Heinrichs im Oktober 2008.

Als die Amerikaner kamen

Die Panzer waren wohl schon von West nach Ost durch Bodelschwingh gefahren, als sich vom Wachteloh kommend, amerikanische Soldaten,  durch Nebel getarnt, in Richtung derZeche Westhausen, auf der Bodelschwingher Straße auf die „Kohlen-Wäsche“ zu bewegten. „Erinnerungen an das Kriegsende (15)“ weiterlesen

Erinnerungen an das Kriegsende (12)

von Siegfried Nolte

(*1937) Schloßstraße, aufgeschrieben im Januar 2009

Die Jahre 1943 bis Mitte 1944:

Auf dem Bodelschwingher Berg waren Soldaten mit Flakgeschützen (vier Geschütze Kaliber 8.8 cm und drei Scheinwerfer mit einem Durchmesser von 1,50 m) in Stellung gegangen. „Erinnerungen an das Kriegsende (12)“ weiterlesen

Erinnerungen an das Kriegsende (11)

von Helmut Gommen

(*1934) Schloßstraße, aufgeschrieben von Otto Schmidt im November 2008.

Die Nachbarschaft

Gegenüber unserem Haus steht ein Wohnhaus, in dem eifrige Nationalsozialisten (Parteigenossen) wohnten. Sie glaubten fast bis zum Schluss des Dritten Reiches, trotz Bombardierung und Hunger, an den Endsieg und Hitlers Wunderwaffen, von denen Gerüchte in Umlauf waren. Alle Bewohner von Bodelschwingh und Westerfilde hatten an den Fenstern Fahnenhalter angebracht. An den NS-Festtagen und -Feiern wurden hier Hakenkreuzfahnen eingesteckt. Zusätzlich war an unserem Nachbarhaus noch ein Emaille-Schild angebracht, auf dem zu lesen war: „Erinnerungen an das Kriegsende (11)“ weiterlesen

Erinnerungen an das Kriegsende (10)

von Gerda Schulte

geb. Disse, (*1924), Richterstraße, aufgeschrieben im Januar 2009

Das Kriegsende in Bodelschwingh

Es war Anfang April 1945, als die Amerikaner Bodelschwingh besetzten. Die letzten Wochen davor haben wir fast nur noch im Luftschutzkeller verbracht. Im provisorischen mit Balken abgestützten Keller der Bodelschwingher Dorfschule gegenüber unserem Haus versammelten sich immer etwa 40 oder mehr Personen. Bei dem hilflosen Gefühl sich in den Boden bohrender vier Tonnen Bomben konnte man nur noch beten. „Erinnerungen an das Kriegsende (10)“ weiterlesen

Erinnerungen an das Kriegsende (8)

Eheleute Szalla

Hans Werner (*1930), Wehrling und Jutta (*1931) Szalla, geb. Schmidt, Westerfilder Straße, aufgeschrieben von Otto Schmidt im Februar 2009.

Hans Werner Szalla erinnert sich:

So habe ich das Kriegsende erlebt: Die Amerikaner besetzten Westerfilde und Bodelschwingh. Nachdem die Amerikaner Quartier genommen hatten, feierten sie in unserer katholischen Kirche Mariä Heimsuchung mit ihrem Feldgeistlichen Dankgottesdienst. Dazu waren sie mit ihren Jeep bis an die Kirchentür vorgefahren. Ich war bei den Messdienern mit dabei. Während des Gottesdienstes kam von irgendwoher Granatenbeschuss. Die Soldaten suchten auf einen Schlag „volle Deckung“ unter den Kirchenbänken. Als deutscher Junge war ich überrascht und verblüfft, dass erwachsene Soldaten so viel Angst hatten.

„Erinnerungen an das Kriegsende (8)“ weiterlesen