Hamstern nach dem 2. Weltkrieg

Bodelschwingher und Westerfilder Bürger*innen hamstern nach dem Zweiten Weltkrieg

Der Autor Otto Schmidt
Autor: Otto Schmidt

Vorbemerkung
Wie kam es zu dieser Aufschreibung?

Auslöser war eine eher witzige Anmerkung in unserem Heimatverein, was man denn bei der diesjährigen Bilderausstellung in Zeiten der Corona-Pandemie zeigen könne. Der Titel der Ausstellung sollte sein:

Bodelschwingher und Westerfilder Bürger*innen hamstern nach dem Zweiten Weltkrieg.

Bei diesem Titel wirkte bei mir sicher die Verblüffung über irrationales menschliches Verhalten mit.

Thilo Parg / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)
Foto: Thilo Parg / CC BY-SA

So dachte ich an:
– Leergefegte Regale für Toiletten- und Hygiene-Papier im Supermarkt,
– Gemeldete Diebstähle von Desinfektionsmitteln im öffentlichen Raum,
– Nachfrage nach Elends-Literatur (Pest und Cholera)

Kurzum: Der Vorschlag löste bei mir ein leichtes Entsetzen aus.

Außerdem: Bilder und Texte zu „Hamstern im und nach dem Zweiten Weltkrieg“ gibt es nicht in unserem Archiv.

Trotzdem hatte das Ganze auch etwas positives. Schon vor Jahren hatte ich mir, gemäß unserem heutigen Leitspruch „Geschichte bewahren und Gemeinschaft fördern“ vorgenommen, die Geschichten aus der Hamsterzeit aus der Familie meiner Frau und mir aufzuschreiben und damit möglicherweise vor dem Vergessen zu bewahren. Wie es dann so kam: In der Vergangenheit gab es immer etwas wichtigeres zu tun. Lustig ist das Thema auch nicht unbedingt.

Die Zeitumstände nach 1945, eine Skizze zum Verständnis

Der Krieg war vorbei. Mehr als innere Leere, Schmerz und Enttäuschung über den Verlust von Angehörigen, der Heimat, erinnerte die Menschen der knurrende Magen an den täglichen Überlebenskampf, erinnerte daran, für das tägliche Brot zu sorgen.

Bundesarchiv, Bild 183-M1205-318 / Donath, Otto / CC-BY-SA 3.0 / CC BY-SA 3.0 DE (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)
Bundesarchiv, Bild 183-M1205-318 / Donath, Otto / CC-BY-SA 3.0 / CC BY-SA 3.0 DE (Frauen auf dem Weg zum Hamstern)

Die Erzeugung und Verteilung von Lebensmitteln war zusammengebrochen, das Geld praktisch nichts mehr wert, Gegenstände für den Haushalt nur über „Beziehungen“ zu bekommen. Währungseinheiten waren Tauschobjekte, Gold und Silber und Zigaretten als Leitwährung.

Der kalte Winter 1946/47, die Mangelernährung forderte viele Todesopfer.

Aus dieser Zeit haben auch die Großeltern Beyer und Petermeier und die Eltern meiner Frau Dorothea (*1946), geb. Beyer erzählt.

Opa Wilhelm Beyer war auf der Zeche Westhausen als Hauer angelegt. Die aktiven Bergleute bekamen außer den üblichen (mageren) Lebensmittelzuteilungen Sonderrationen, um bei Kräften zu bleiben. Opa Wilhelm war Mitglied im Betriebsrat der Zeche, der sich aus Mitgliedern der vorher verbotenen Gewerkschaften: Christlichen, Kommunisten und Sozialisten zusammengesetzt war. Dadurch bekam er in den Sitzungen nach der Arbeit ein warmes Essen. Meist waren es „Wibbelbohnen“. Die brachte er im Henkelmann mit nach Haus und schenkte sie seinem Enkelkind Dorothea. Meine Schwiegereltern wohnten in einer Küche und einem Schlafzimmer im gleichen Haus. Der Großvater hatte sein Grabeland hinter dem Haus in der Straße Am Luftschacht Nr. 8. Hier arbeitete er die zweite Schicht ab. Jede Ackerkrume wurde zum Anbau von Kartoffeln und Gemüse genutzt.
In der Familie gab es ein bestimmtes Verteilersystem. Dieses System war mit Sicherheit auch stark von Oma Helena(Lene) beeinflusst. Es war festgelegt, wer was in welcher Menge bekam. So war es auch mit den Deputat an Kohlen. Ein Teil davon wurde getauscht. Wichtig war, dass Kohlen für den Küchenherd und den Waschkessel da waren. Die Frage nach einem beheizten Schlafzimmer wäre auf blankes Unverständnis gestoßen. Stattdessen wurde von den Eisschichten auf Fenster, Bettlaken und Wand berichtet, auch von Eiszapfen an der Nase.
Trotzdem, es wurden auch Kinder gezeugt und geboren, der Wille zu überleben war da.

Die Großeltern von Dorothea (Mutters Eltern) Petermeier aus Huckarde erzählten:

Opa Karl stammte aus Geseke bei Lippstadt und Oma Elisabeth (Betti) aus Horn bei Erwitte. Nachdem Opa Karl eine Anstellung als Briefträger, dann als Postschaffner bei der Reichspost in Dortmund-Huckarde gefunden hatte, zog die Familie Petermeier nach Huckarde in die Siedlung Am Beerenbruch. Die Eltern und Geschwister von Oma Betti hatten in Horn bei Geseke einen Kotten, wo sie im Nebenerwerb Landwirtschaft betrieben. So erklärt es sich, dass Oma Betti Pachtland in der Nähe vom Zechen-Sportplatz bearbeitete. Sie besserte damit das kleine Einkommen ihres Mannes auf. Kartoffeln, Gemüse und Beeren erntete sie aus ihrem Garten für die ganze Familie. Die Fleischzuteilung wurde nur gegen Lebensmittelmarken verkauft und immer geringer. Damit die Familie wenigstens manchmal ein Stück Fleisch essen konnte wurden Kaninchen gehalten, die mit gekochten Küchen- und Gartenabfällen gefüttert wurden. Vegane Ernährung, ja oder nein, diese Frage war noch nicht erfunden.

Opa Karl war gelernter Zigarrenmacher; das Handwerk hatte er in der Gegend von Bünde gelernt. So war es klar, dass er sich in der schlechten Zeit, besonders in den Kriegsjahren 1944 und 45, zum Ende des Zweiten Weltkrieges und danach an das erlernte Handwerk und an seine Zeit als Briefträger in Erwitte erinnerte. Der Tabak für die Zigarren wuchs im Garten am Zechen-Sportplatz Am Fallgatter. Bis zur Ernte wurden die Stauden gehegt und gepflegt, gegen Schädlingsbefall gepudert. Nach der Ernte wurden die Tabakblätter zum trocknen und fermentieren in der Wohnung im Toilettenraum auf gehangen. Für die Zigarren wurden die schönsten Blätter als Deckblätter ausgesucht. Danach wurden die Rispen heraus getrennt und mit der Schneidemaschine zerteilt. Die weitere Herstellung ging so weiter, wie wir es heute im Fernsehen in Berichten aus Kuba sehen können: Das Endprodukt war eine fulminante handgemachte Zigarre mit schönem Deckblatt. Einige davon waren sogar mit einer Bauchbinde versehen. Ein Angebot aus Huckarde: Zigarren nach Art Havanna.

Die Zigarren mussten an den Mann gebracht werden. Hier war die mittlere der drei Töchter gefragt.

Bundesarchiv, B 145 Bild-F080295-0003 / Vollrath / CC-BY-SA 3.0 / CC BY-SA 3.0 DE (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)
Bundesarchiv, B 145 Bild-F080295-0003 / Vollrath / CC-BY-SA 3.0 / CC BY-SA 3.0 DE

Mit einer Tasche voll Zigarren, einem Zettel mit Adressen von Bekannten und Verwandten in Geseke und Umgebung (Horn, Lippstadt) fuhr sie mit dem Fahrrad über den Alten Hellweg nach Osten: Dortmund, Unna, Werl … (Anmerkung der Redaktion: Das Bild entstand im Bahnhof von Remagen). Ob sie auf dem Rückweg teilweise mit dem Zug fahren konnte, wissen wir nicht mehr.

In meiner Familie ist die Erinnerung anders gelagert als in der Familie meiner Frau Dorothea. Im Januar 1943 wurde ich als viertes von fünf Geschwistern geboren. Meine Schwester hatte eine Stunde vor mir das Licht der Welt erblickt. Meine Mutter hatte sich so sehr nach zwei Söhnen eine Tochter gewünscht … und mich im „Doppelpack“ dazu bekommen. Auch im Kriegsjahr 1943 zeichnete es sich schon ab, dass es „eng“ mit der Versorgung werden würde. Im Winter 1947 waren wir Zwillinge vier Jahre alt. Unsere Großeltern Heinrich und Berhardine Schäfer und die Großmutter Emma Schmidt waren zu dieser Zeit schon verstorben. Opa Adam Schmidt verstarb 1949. Er war der einzige, der von den Großeltern etwas von der Zeit nach dem Zusammenbruch hätte erzählen können. Das hat er aber nicht getan; vielleicht war ich für ihn noch nicht alt genug, noch grün hinter den Ohren.
Was ich aus dieser Zeit weiß, hat mir mein Vater und mein ältester Bruder erzählt. Die Geschichte beginnt mit dem Gesundheitszustand meines Vaters nach dem Kriegsende. Er hatte Wasser in den Beinen als Folge mangelnder Ernährung, trotz eigenem Garten und Kleintierhaltung. Der Arzt brachte es auf den Punkt und sagte ihm: „Wenn Sie weiter hungern, geht das Wasser bis zum Herzen und dann sterben Sie“.
Das brachte die Hamstergeschichte in unserer Familie in Gang. Mein Vater arbeitete auf der Kokerei Hansa. Hier hatten sich gleichgesinnte Kollegen, auch Hungerleidende, zusammengetan und überlegt, wie sie und ihre Familien überleben könnten. Der produzierte Koks wurde z. T. auf Halde gekippt, weil der Abtransport mit der Eisenbahn nur eingeschränkt möglich war. So wurde die Halde trotz laufender Produktion nicht größer, weil in der Nacht der Koks gestohlen wurde. Das war aber nur möglich, weil vorher die Zechen-Polizisten und Wachen mit Lebensmitteln und Zigaretten bestochen worden waren. Der Abtransport geschah mit Säcken, Handwagen und Lastkraftwagen (LKW). Ohne Erlaubnis der Alliierten (Engländer) durfte kein LKW bewegt werden. Doch in der Schloßstraße gab es einen Fuhrunternehmer Kleimann. Der hatte einen stillgesetzten kleinen LKW, aber kein Benzin. Der Freund meines Vaters arbeitete zu der Zeit in der Benzolreinigung Hansemann. Damit war die Frage nach dem Treibstoff schon fast gelöst. Geplant waren die Beladung mit Koks und die Fahrten ins Münsterland als Nacht- und Nebelaktionen. Eine Fahrerlaubnis (permit) gab es nicht, deshalb auch kein Benzin. Bei Zuwiderhandlungen hatten die Engländer strenge Strafen angesetzt. So wurde nur in der Nacht gefahren und auf dem Fahrzeug oder in einer Scheune übernachtet. Selbstverständlich waren auch die Reifen einige Male platt und die Schläuche mussten geflickt werden. Gegen was wurde der Koks getauscht? Hauptsächlich gegen Rapssamen, vielleicht noch gegen Roggen oder etwas Kleinvieh. Damit stand eine Säule für die Versorgung der Familie und den Tauschhandel fest: die Herstellung von Rapsöl.

Bei uns in der Schloßstraße landeten die Rapssäcke auf dem Spitzboden, damit sie bei einer Razzia nicht sofort gefunden wurden. Mein Vater hatte im Luftschutzkeller eine Ölmühle eingerichtet. Dazu brauchte er einen Antrieb für die Mühle. Den „fand“ er in einem Drehstrommotor für 380 Volt. Die Mühle war eine Eigenkonstruktion, hergestellt in Serie auf der Kokerei Hansa, ähnlich einem Küchen-Fleischwolf vom Alexanderwerk. Mit dem Motor war sie über einen Keilriemen verbunden. Um den Motor mit 220 Volt betreiben zu können, musste zum einen der Stromzähler überbrückt werden, zum anderen der Motor über das Mühlrad mit dem Handgriff auf Drehzahl gebracht werden. Mein ältester Bruder musste oft mit in den Keller gehen, damit unser Vater nicht einschlief. Der Keller war eng und das Rad mit dem Handknauf eine Verletzungsgefahr. So kam es in einem unbedachten Moment, dass unser Vater vom Handknauf am Kopf getroffen wurde. Mit einem Notverband ging er in der Dunkelheit zum Hausarzt, Herrn Dr. Pelken in die Villa Staupendahl. Meine Mutter hatte für ihn zwei große Flaschen Rapsöl als Schweigegeld mitgegeben.
Heute kennen wir Rapsöl, besonders kalt gepresst und raffiniert als Delikatesse, besonders zu pflanzlichen Salaten.
Nach dem Krieg war der Blick auf den Kaloriengehalt gerichtet. Deswegen begnügte sich unser Vater mit einer Klärung des Öles durch Absetzung der Trübe. Das Öl wurde vorwiegend zum Braten von Kartoffeln verwendet. Nach dem Essen zerstreute sich die Familie unauffällig. Die Winde von mehreren Personen in einem Raum wären schlecht zu ertragen gewesen. Mit den Malrückständen wurden die Kaninchen gefüttert, die dadurch ein schönes glänzendes Fell bekamen. Das machte sich gut beim Wettbewerb im Kaninchen-Zuchtverein, führte aber auch zu Fragen, wie man das wohl schafft.

Im Winter 1946/47 war ich erkrankt, wahrscheinlich an einer bakteriellen Ruhr. In meiner Erinnerung saß ich die meiste Zeit des Tages auf einem Töpfchen vor dem warmen Küchenofen. Für Windeln war ich schon zu groß und so viel Windeln konnte meine Mutter auch gar nicht waschen. Der Arzt hatte mir, außer viel Geduld, auch leichte Kost verschrieben. Als einziger in der Familie bekam ich Weißbrot oder Maisbrot zu essen. Nach Wochen war die Krankheit ausgeheilt und das Weißbrot sollte in der Familie aufgeteilt werden. Das gefiel mir nicht, ich bekam einen Schrei-Anfall und anschließend Schläge; so war das früher.

Eine weitere Säule für den Tauschhandel war der Tabakanbau im Garten und seine Veredelung. Eines von den zwei Gemüsebeeten war den Tabakstauden vorbehalten. Meine Schwester und ich staunten, bei uns im Garten wuchs jetzt ein Wald, in dem wir herrlich spielen konnten. Das dauerte aber nicht lange, statt einer Erklärung oder Ermahnung bekamen wir eine Tracht Prügel. Zurück zum Tabak:

Nach der Ernte wurden die Blätter auf dünnen Stahldraht aufgezogen und auf der gut lüftenden Veranda zum trocknen und fermentieren(?) aufgehängt. Es gab für alles Spezialisten: einer kam regelmäßig und puderte die Tabakblätter mit einem weißen Puder unter Zusatz von Schwefelpulver. Mit den Blättern wurde wie in der Familie Petermeier verfahren (s. o.).
Die Rispen wurden fein geschnitten und dann dem Endprodukt „Feinschnitt“, Pfeifentabak oder Zigarettentabak beigemischt. Mein Vater hat den Pfeifentabak auch selbst geraucht. Aus der Erinnerung möchte ich sagen, dass es sehr gestunken hat. Wer die Abnehmer für den Tabak waren, darüber wurde zu uns Kindern nicht geredet; was wir nicht wussten, konnten wir auch nicht verraten. Der Tabakanbau wurde nicht lange betrieben, Obst und Gemüse war jetzt wichtiger.

Im Herbst waren Zuckerrüben zu haben. Die wurden im Keller von einem anderen Spezialisten geschnitzelt. Die weitere Verarbeitung fand dann durch aufkochen und eindicken im Waschkessel auf dem Küchenherd statt. Dabei musste ständig umgerührt werden, dass war der Knackpunkt. Meine Mutter hatte nicht ständig umgerührt. Im Ergebnis war der Rübensaft angebrannt; es stank wirklich ecklig. Das der Kessel mit dem dünnen Boden ungeeignet war, wurde nicht in Betracht gezogen. Es begann einer schlimmer Streit zwischen meinen Eltern.
Das war das erste Mal, dass ich meinem Vater Böses zufügen wollte, so aufgebracht war ich. Der nicht verbrannte Rübensaft wurde vorsichtig abgezogen. Nach einem zweiten missglückten Versuch wurde auch der Rest im Garten vergraben. Danach wurde kein Rübenkraut mehr gekocht. Jetzt war die Herstellung von Sauerkraut angesagt, dazu kam ein anderer Spezialist.

Zur Versorgung der Familie mit Milch war eine Ziege angeschafft worden, unsere Liese. Sie hatte es gut, einen eigenen Stall mit Box und Heuschober. Meine beiden älteren Brüder mussten mit ihr Nachmittags zur zweiten Eisenbahnbrücke an den Schwarzen Weg nach Mengede gehen. Am Bodelschwingher Bach, am Rand des Feldes von Gärtner Kraemer, durfte sie sich satt fressen. Meine Brüder erledigten in der Zwischenzeit ihre Schularbeiten und die Liese versuchte sie umzurennen. In Bodelschwingh gab es in der Straße Im Orde einen Ziegenbock. Der gehörte einem Herrn Ollewortel. Unsere Liese wurde zu dem Bock in den Stall gesperrt. Darüber wurde nicht geredet. Geredet wurde danach über den Bauch von Liese, der immer dicker wurde. Die Liese hat dann zwei Zicklein bekommen, die bei unserem Nachbarn Gommen auf einem Stück Grasland zu unserer Freude herumspringen durften. Nach einiger Zeit sollte der Nachwuchs geschlachtet werden. Ob die beiden Ziegenkinder vorher verkauft oder getauscht wurden, weiß ich nicht mehr. Ich will es auch nicht mehr wissen, vergessen kann auch eine Gnade sein.

Der Kreis der Erzählung schließt sich, wenn ich berichte, dass wir Mitte der 80er Jahre das Dachgeschoß in meinem Elternhaus umgebaut haben. Die Kinder waren größer geworden und brauchten mehr Platz. In diesem Umbau war auch der Spitzboden des Hauses eingeschlossen. So wurden auch die Fußbodenbretter erneuert. Beim Ausbau der alten Bretter roch es merkwürdig, irgendwie ranzig nach Fett, Öl oder: Raps.
Das war die Zeit, wo in unserer Familie Geschichten erzählt wurden vom Krieg, von der Not der Nachkriegszeit, von der Zeit, als die Menschen hamsterten, tauschten und vor allem: sich gegenseitig halfen, wie es hoffentlich auch jetzt in der Corona-Krise ist und sein wird.

Bleiben Sie gesund und kommunikativ,
das wünscht Ihnen/Euch Ihr/Euer Otto Schmidt.
24. März 2020